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Untersuchung der Gesamtkeimzahl (Koloniezahl bei 22 °C / 36 °C) im Trinkwasser

Probennahme-Set zur Untersuchung der Gesamtkeimzahl (Koloniezahl bei 22 °C / 36 °C); Versand kostenlos.
Petrischale mit Nährboden zur Bestimmung der Gesamtkeimzahl im Wasser
Verkaufspreis (inkl. MwSt.): 49,90 €
Untersuchungsfrist:
ca. 5 Werktage
Beschreibung

Test zur mikrobiologischen Überprüfung der Gesamtkeimzahl im Wasser

Die Gesamtkeimzahl im Wasser gibt Aufschluss über die allgemeine mikrobiologische Belastung der Probe. Hierbei wird gemessen, wieviele Mikroorganismen-Kolonien im Labor bei verschiedenen Bebrütungstemperaturen auf dem Nährboden in der Petrischale wachsen. Entsprechend wird die Gesamtkeimzahl genauer als "Koloniezahl bei einer Bebrütungstemperatur von 22 °C bzw. 36 °C" bezeichnet. Die unterschiedlichen Temperaturen beziehen sich dabei auf die Laborbedingungen, unter denen die Keime in der Wasserprobe zum Wachsen animiert werden. Keime, die bei 22 °C wachsen, kommen tendenziell eher frei in der Umwelt vor. Keime, die bevorzugt bei 36 °C wachsen (was der Körpertemperatur von Säugetieren und Vögeln entspricht) lassen sich eher den im Tierdarm herrschenden Bedingungen und damit einer möglichen fäkalen Verunreinigung zuordnen.

Was sagt die Koloniezahl im Trinkwasser über eine Gesundheitsgefährdung aus?

Trinkwasser ist naturgemäß kein steriles, also kein keimfreies Produkt. Der Großteil der im Wasser vorkommenden Keime ist jedoch gesundheitlich unbedenklich. Die Gesamtkeimzahl bzw. Koloniezahl gibt lediglich einen Hinweis auf mögliche Verunreinigungen, sagt jedoch an sich noch nichts über die tatsächliche Anwesenheit von Krankheitserregern aus. Die Trinkwasserverordnung legt einen Grenzwert von 100 koloniebildenden Einheiten pro Milliliter (KBE/ml) fest, der nicht überschritten werden darf.

Welche Ursachen kann eine erhöhte Koloniezahl im Wasser haben?

Höhere Werte können einerseits auf eine Verunreinigung hindeuten, deren Ursache in der Trinkwasserhausinstallation liegt (also in den Rohren im Haus). Auch Bau- oder Wartungsarbeiten können eine erhöhte Keimbelastung bewirken. Andererseits kann die Ursache für eine erhöhte Gesamtkeimzahl im Trinkwasser auch ein verkalkter/verunreinigter Perlator sein. Dabei handelt es sich um den Strahlregler bzw. Siebeinsatz, der in die Wasserhahn-Ausflussöffnung eingebaut ist. Wird dieser nicht regelmäßig herausgeschraubt und gereinigt (entkalkt), können sich auch hier Biofilme, also organische bzw. mikrobiologische Ablagerungen, bilden - ein idealer Nährboden für Keime. Generell ist daher zu empfehlen, den Perlator regelmäßig zu entkalken.

Wie sollte die Probennahme für die Bestimmung der Gesamtkeimzahl im Trinkwasser erfolgen?

Szenario 1: Einerseits kann das Wasser so, wie es im ganz normalen Alltag aus dem Hahn kommt, als Probe entnommen werden. Das ist für die meisten Verbraucher die eigentliche Fragestellung. Das Kaltwasser wird in diesem Fall (nach einer 4-stündigen Stagnation) einfach aufgedreht und fließt aus dem eingebauten Perlator in das Probengefäß. Werden in der anschließenden Untersuchung jedoch erhöhte Koloniezahlen festgestellt, kann dies durchaus auch an einem verunreinigten Perlator liegen. Wer der Verkeimungsursache genauer auf die Spur kommen will, muss hier im Anschluss gegebenenfalls noch eine Nachuntersuchung gemäß Szenario 2 durchführen. Nur so lässt sich herausfinden, ob die Verkeimung vom Perlator kommt oder ob die Ursache in einer verunreinigten Hausinstallation zu suchen ist. In diesem Zusammenhang wichtig zu wissen: Die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung gelten lediglich bis zum Zapfhahn des Verbrauchers. Der hygienische Zustand des Perlators liegt damit allein in der Verantwortung des Wohnungsnutzers.

Szenario 2: Bei einer fachmännischen Probennahme wird daher üblicherweise von vornherein vor der Entnahme der Perlator inkl. Dichtungen ausgebaut und die Auslauföffnung des Wasserhahns anschließend z.B. mit einem Feuerzeug oder mittels Alkohol desinfiziert. Im Anschluss lässt man 1 Liter Wasser ablaufen, bevor die Probe entnommen wird. In diesem Fall gibt das Analysenergebnis aussagekräftig den Zustand des Wassers wieder, das sich in den Rohren des Hauses befindet. Ein verkeimter Perlator lässt sich auf diese Weise jedoch nicht nachweisen. Bei einer fachmännischen Probennahme, die den Zustand des Trinkwassers in der Hausinstallation ermitteln soll, ist der Perlator jedoch ohnehin nicht von Interesse, da dieser als Bauteil ausschließlich in der Verantwortung des Wohnungs- bzw. Hausbewohners liegt. Wer die Probe nach Szenario 2 entnimmt, sollte sich daher stets bewusst sein, dass ein vernachlässigter, verkalter und lange nicht gereinigter Perlator letztendlich auch ein ansonsten qualitativ hochwertiges Trinkwasser bakteriell negativ beeinflussen kann.

  PDF fileGesamtkeimzahl_Anleitung.pdf

 

Probennahme gemäß Trinkwasserverordnung:

Diese Laboruntersuchung der Gesamtkeimzahl im Trinkwasser ist als Eigenkontrolle zu Ihrer Orientierung geeignet. Wenn Sie jedoch z. B. als Hausverwaltung, Wohnungsbaugesellschaft oder Vermieter behördlich und gerichtlich anerkannte Ergebnisse gemäß Trinkwasserverordnung benötigen, muss die Probenahme durch zertifiziertes Personal erfolgen. In diesem Fall klicken Sie bitte hier.