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Glossar

Für unser Trinkwasser gibt es so viele und strenge Grenzwerte, wie für kein anderes Lebensmittel in Deutschland. Das Umweltbundesamt gibt vor, dass das Trinkwasser auch durch den lebenslangen Genuss von zwei Litern täglich, zu keiner gesundheitlichen Beeinträchtigung des Verbrauchers kommen darf.

In diesem Glossar geben wir Ihnen einen Überblick zu den Inhaltsstoffen im Trinkwasser, die wir analysieren. Hierbei gehen wir auf den Ursprung und die Auswirkungen auf den Menschen ein.

 

Mikrobiologische Parameter

Coliforme Bakterien (0 in 100 ml)

Coliforme Bakterien gehören zur Gruppe der Enterobakterien. Sie können fäkaler, aber auch nicht-fäkaler Art sein. Coliforme Bakterien kommen auch oder zum Teil ausschließlich in der Umwelt (ubiquitär/allgegenwärtig) vor.
Der Nachweis dieser Bakterien im Trinkwasser ist häufig auf allgemeine Mängel in der Aufbereitung des Wassers und im Leitungsnetz zurückzuführen. Auch eine erhöhte Fließgeschwindigkeit, durch die Rohrablagerungen ins Wasser gelangen, kann die Ursache für erhöhte Werte coliformer Bakterien sein. Einige Arten führen beim Menschen zu Durchfall. Gelangen diese Bakterien ins Blut, ist auch mit schwerwiegenden Erkrankungen zu rechnen.

 

Escherichia coli (0 in 100 ml)

Dieses Bakterium kommt im menschlichen und tierischen Darm vor. Es gilt als Indikator für fäkale Verunreinigungen des Trinkwassers und kann beispielsweise durch eine übergelaufene oder undichte Güllegrube im Zusammenhang mit starken Niederschlägen in den Wasserkreislauf gelangen. Bei der Infektion des Verdauungstraktes kommt es in der Regel zum Durchfall, durch den die Krankheitserreger ausgeschieden werden. Auch gefährliche Darmerkrankungen sind möglich.

 

Enterokokken (0 in 100 ml)

Enterokokken sind Mikroorganismen, die zu den Milchsäurebakterien gehören und zu einer gesunden Darmflora beitragen. Das Auftreten von Enterokokken im Trinkwasser kann verschiedene Ursachen haben. Beispielsweise können Reparaturarbeiten am Leitungsnetz oder die Ablösung eines Biofilms ursächlich dafür sein. Auch die Stagnation des Wassers, durch selten genutzte Leitungen, kann zu einer erhöhten Enterokokken-Konzentration führen. Besonders immungeschwächte Menschen weisen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko auf. Die häufigsten Symptome sind Harnwegsinfektionen und Entzündungen der Eileiter bei Frauen.

 

Koloniezahlen bei 22 °C und 36 °C (100 Kolonien je ml)

Die Koloniezahlen bei 22 °C und 36 °C Bebrütungstemperatur (nicht Wassertemperatur) geben einen allgemeinen Überblick über den hygienischen Zustand der Entnahmestelle und/oder des Wasserversorgungssystems. Erhöhte Koloniezahlen treten häufig nach Arbeiten am Leitungsnetz und nach längerer Standzeit des Wassers auf. Kolonien, die bei 22 °C Bebrütungstemperatur wachsen, weisen auf Keime hin, die natürlichen Ursprungs und für den Menschen in der Regel ungefährlich sind. Kolonien, die bei 36 °C Bebrütungstemperatur wachsen, lassen auf potentiell gefährliche Keime schließen. Erhöhte Koloniezahlen sind allerdings nicht unmittelbar mit einer Gesundheitsgefahr verbunden.

Legionellen (100 Kolonien je 100 ml)

Legionellen sind Bakterien, die überwiegend im Wasser leben und sich bei Temperaturen zwischen 20 °C und 50 °C vermehren. Sie befinden sich bereits in geringer Konzentration im Trinkwasser des Wasserversorgers. Die Temperaturzunahme, besonders im Warmwassersystem von Gebäuden, kann zu einer erhöhten Anzahl an Legionellen führen. Durch das Einatmen von Wasserdampf, beispielsweise beim Duschen, werden diese Keime aufgenommen und können Pontiac Fieber oder die Legionärskrankheit auslösen.

 

Pseudomonas aeruginosa (0 Kolonien je 100 ml)

Dieses Bakterium kommt aufgrund seiner geringen Ansprüche an seine Lebensbedingungen überall in der Umwelt vor, besonders an Pflanzen und im Wasser. Fehlerhaft geplante Wasserinstallationen und ein unsachgemäßer Betrieb sind die häufigsten Ursachen für eine Kontamination des Trinkwassers mit Pseudomonas aeruginosa. Bei immungeschwächten Menschen kann das Trinken von belastetem Wasser schwere Infektionen auslösen.

 

Chemische Parameter

Aluminium (0,2 mg/l)

Aluminium ist ein natürlicher Bestandteil des Oberflächen- und Grundwassers. Auch verwenden viele Wasserwerke Aluminiumsulfat zur Trinkwasseraufbereitung, um Bakterien und andere gefährliche Organismen zu binden. Häufig kommt es erst in der Hausinstallation (wie in Rohren und/oder Warmwasseraufbereitern) in das Trinkwasser. Aluminium kann zu Beschwerden des Nervensystems, Blutanämie, Allergien, Arthritis, Alzheimer und Demenz führen.

 

Ammonium (0,5 mg/l)

Ammonium ist ein Kation, das durch den Abbau von Proteinen entsteht. Hauptsächlich durch die Landwirtschaft verursacht, gelangt Ammonium in das Grundwasser. Ein erhöhter Ammonium-Gehalt im Trinkwasser deutet auf organische Verunreinigungen hin. Diese können z. B. durch Fäkalien (Abwasser), Abfall, Gülle oder Kompost entstehen. Bei einem hohen pH-Wert, kann Ammonium auch als das wesentlich giftigere Ammoniak vorliegen. In höheren Konzentrationen kann Ammonium einen unangenehmen Geruch verursachen. Die Aufnahme kann zu Reizungen der Schleimhäute und damit einhergehende Symptome, wie Atembeschwerden und Husten führen.

 

Antimon (0,005 mg/l)

Antimon ist ein natürliches Element, das in geringen Konzentrationen im Grundwasser vorkommt. Durch den Einsatz als Additiv in Kunststoffen, die für die Trinkwasser-Installation verwendet wurden und nicht den anerkannten Regeln der Technik entsprechen, kann Antimon in das Trinkwasser gelangen. Antimon gilt als hochgiftig, sodass das Trinken von belastetem Wasser zu gesundheitlichen Problemen, wie heftiges Erbrechen oder Magengeschwüre führen kann.

 

Arsen (0,01 mg/l)

Arsen kommt als natürliches Element im Boden vor. Viele Wasservorkommen enthalten natürliche Arsenkonzentrationen, da es durch Sedimente und Gesteinsschichten ins Trinkwasser gelangt. Seinen Einsatz findet es auch in Blei- und Kupferlegierungen, die für Rohre der Trinkwasser-Installation verwendet werden. Da Arsen hochgiftig ist, kann schon die Aufnahme geringer Mengen schädlich sein.

 

Barium (0,2 mg/l)

Das Element Barium kommt in der Natur in sehr geringen Konzentrationen und nur in Verbindung mit anderen Chemikalien, wie Kohlenstoff oder Sauerstoff vor. Barium kann beispielsweise durch Mülldeponien ins Grundwasser gelangen. Wasserlösliche Barium-Verbindungen können beim Menschen die Atemwege und inneren Organe angreifen.

 

Blei (0,01 mg/l)

Blei ist ein natürliches Element, das bis zum Jahr 1973 für Leitungen der Trinkwasser-Installation verwendet wurde. Auch heute noch sind vielerorts Bleirohre verbaut. Dies ist die häufigste Ursache für erhöhte Blei-Gehalte im Trinkwasser. Für den Menschen ist Blei hochgiftig, da es sich, selbst bei der Aufnahme kleinster Mengen, im Körper anreichern kann. Lagert sich Blei in den Knochen ab, wird es nur sehr langsam wieder ausgeschieden. Es kann auf diese Weise chronische Vergiftungen hervorrufen, die sich unter anderem in Kopfschmerzen, Müdigkeit, Abmagerung und Defekten der Blutbildung, des Nervensystems und der Muskulatur zeigen. Diese Bleivergiftungen sind besonders für Kinder und Schwangere sehr gefährlich.

 

Bor (1,0 mg/l)

Das seltene Halbmetall Bor ist in seiner Ursprungsform nicht wasserlöslich und kommt nur in Verbindung mit anderen Elementen im Wasser vor. Beispielsweise wird für Waschmittel Natriumperborat verwendet. Wird das Trinkwasser durch Abwasser beeinflusst, kann eine zu hohe Bor-Konzentration die Folge sein. Eine Gesundheitsgefahr geht von diesem Element erst ab einer sehr hohen Konzentration aus, die üblicherweise nicht erreicht wird.

 

Cadmium (0,003 mg/l)

Cadmium ist ein wasserunlösliches Schwermetall, das häufig durch schlecht gereinigtes Zink von verzinkten Rohren ins Trinkwasser gelangt. Für den Menschen ist die Aufnahme von zu viel Cadmium sehr gefährlich, da dieses durch den Körper kaum abgebaut werden kann. Die Folgen können Nierenschäden und schmerzhafte Knochenveränderungen sein.

 

Calcium (kein Grenzwert)

Der Mineralstoff Calcium ist für den Menschen überlebenswichtig. Es ist wesentlich am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt und steuert die Blutgerinnung. Neben Magnesium ist Calcium maßgeblich für den Härtegrad des Wassers. Eine zu geringe Aufnahme von Calcium kann ebenso gefährlich sein, wie eine zu hohe Aufnahme. Die Konzentrationen im Trinkwasser stellen jedoch keine Gesundheitsgefahr dar.

 

Chlorid (250 mg/l)

Chloride sind chemische Verbindungen des Elements Chlor. Chlorid kommt in jedem natürlichen Wasser vor und zeigt in der Regel Salzbelastungen an. Überwiegend durch landwirtschaftliche Düngung und der winterlichen Salzstreuung von Straßen, gelangt Chlorid ins Grundwasser, wodurch zu hohe Gehalte im Trinkwasser entstehen können. Zusammen mit Natrium reguliert Chlorid den Wasserhaushalt des Menschen.

 

Chrom (0,05 mg/l)

In der Natur kommt Chrom nur in Verbindungen mit anderen Elementen vor. In natürlichen Gewässern sind sehr geringe Mengen Chromverbindungen enthalten. Chrom wird beispielsweise zur Herstellung von Edelstählen und zur Legierung verwendet, wodurch die Rohre der Trinkwasser-Installation als Ursache für erhöhte Chrom-Gehalte in Frage kommen. Einige Chromverbindungen können allergische und asthmatische Reaktionen auslösen und haben eine erbgutschädigende Wirkung.

 

Eisen (0,02 mg/l)

Eisen ist eines der häufigsten Elemente auf unserer Erde und gelangt hauptsächlich durch die Rohre in das Trinkwasser. Ein hoher pH-Wert führt dazu, dass Eisen aus den Rohrleitungen gelöst wird. Dies führt zu bräunlich verfärbtem, trübem Wasser. Zudem lässt sich schon bei geringen Mengen an Eisen eine Veränderung von Geruch und Geschmack feststellen. Daher ist der Grenzwert für Eisen sehr niedrig angesetzt. Im menschlichen Körper hat dieses Element wichtige Funktionen, unter anderem ist es für den Sauerstofftransport zuständig.

 

Elektrische Leitfähigkeit (2790 µS/cm)

Die spezifische elektrische Leitfähigkeit ist ein Maß für die Gesamtheit der in einer Probe gelösten Ionen und somit ein Hinweis auf den Mineralisationsgrad des Wassers. Deutlich erhöhte oder verminderte Leitfähigkeiten geben Aufschluss über die Beeinflussung des Wassers. So deuten höhere Werte auf eine Übersalzung des Wassers hin.

 

Fluorid (1,5 mg/l)

Das Spurenelement Fluorid kommt überall in der Umwelt vor. Vielerorts wird Fluorid dem Trinkwasser zugegeben, da es die Kariesbildung vermindern soll. Hohe Gehalte deuten auf Verunreinigungen durch Industrieabfälle hin. Vor allem für Kinder ist eine zu hohe Fluorid-Aufnahme bedenklich, da es die Knochen und Zähne spröde macht. Weiterhin äußert sich eine Überversorgung mit Fluorid oft in weißen Flecken auf den Zähnen.

 

Gesamthärte (kein Grenzwert)

Als Gesamthärte versteht man die Summe aller Erdalkali-Ionen, vor allem Calcium und Magnesium. Diese beiden Mineralstoffe bestimmen die Wasserhärte maßgeblich. Ein Grad deutscher Härte (°dH) entspricht 10 mg Calciumoxid oder 7,19 mg Magnesiumoxid pro Liter Wasser. Die Gesamthärte des Wassers hängt stark von den geologischen Bedingungen ab. Für die Gesamthärte gibt es keinen Grenzwert, da Calcium und Magnesium wichtige Mineralstoffe für den Menschen sind.

Härtebereich   °dH
weich weniger als 8,4
mittel 8,4 bis 14
hart mehr als 14

 

Kalium (kein Grenzwert)

Kalium kommt in der Natur sehr häufig, aber nur in Verbindung mit anderen Mineralien vor. Durch Verwitterungsprozesse gelangen diese Mineralien auf natürlichem Weg in das Grundwasser. Für den menschlichen Organismus ist Kalium ein essenzieller Mineralstoff, da er für den Flüssigkeitshaushalt von Körperzellen sorgt.

 

Kupfer (2 mg/l)

Das Element Kupfer ist natürlichen Ursprungs. Kupferleitungen oder kupferhaltige Bauteile können zu erhöhten Konzentrationen im Trinkwasser führen. Besonders für Säuglinge und Kleinkinder sind zu hohe Kupfer-Gehalte gefährlich. Die Folgen können Leber- und Nierenschäden sein, die oftmals nicht als solches diagnostiziert werden, da die Symptome auch bei anderen Erkrankungen auftreten.

 

Lithium (kein Grenzwert)

Das natürliche Spurenelement Lithium kommt in Verbindung mit anderen Elementen im Grund- und Trinkwasser vor. Es gilt als Stimmungsstabilisierer und soll die Lebenserwartung erhöhen. Für Lithium gibt es keinen Grenzwert in der Trinkwasserverordnung, da die Konzentrationen im Trinkwasser äußerst gering sind.

 

Magnesium (kein Grenzwert)

Magnesium ist ein hartes Leichtmetall und kommt in der Natur sehr häufig vor. Es wird aus dem Boden ins Grundwasser abgegeben und gelangt damit ins Trinkwasser. Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff für die Erhaltung des Lebens, da es essenziell für den Stoffwechsel ist. Neben Calcium ist Magnesium maßgeblich für den Härtegrad des Wassers. Eine stark erhöhte Magnesium-Konzentration kann eine abführende Wirkung haben.

 

Mangan (0,05 mg/l)

Das chemische Element Mangan weist ähnliche Eigenschaften wie Eisen auf. Erhöhte Mangan-Konzentrationen können auf Kupfer- und Bleirohre zurückzuführen sein, aus denen sich Mangan lösen kann. Zu erkennen sind sie, wie bei Eisen, an bräunlich verfärbtem Wasser. In geringen Mengen ist Mangan lebenswichtig für den Körper. Die Aufnahme von zu viel Mangan führt besonders bei Säuglingen und Kleinkindern zu gesundheitlichen Schäden.

 

Natrium (200 mg/l)

Natrium ist ein natürliches Alkalimetall, das vor allem in Verbindung mit Chlorid als Kochsalz bekannt ist. Das Grundwasser reichert sich durch umliegendes Erdgestein mit Natrium an. Für den Menschen ist Natrium ein wichtiges Mengenelement. Eine Überversorgung kann jedoch zu gesundheitlichen Problemen, wie Bluthochdruck und entsprechenden Folgeerkrankungen führen.

 

Nickel (0,02 mg/l)

Das Schwermetall Nickel wird überwiegend für Legierungen eingesetzt. Es gelangt hauptsächlich durch verbaute Nickelteile in den Armaturen und Leitungen in das Trinkwasser. Nickel ist für den Menschen in geringen Mengen unbedenklich. Hohe Nickel-Konzentrationen stellen allerdings eine Gesundheitsgefahr dar. Dies äußert sich zumeist in Unwohlsein und Übelkeit.

 

Nitrat (50 mg/l)

Im Wasser vorkommende Nitrate sind Salze der Salpetersäure. Die Hauptursache für erhöhte Nitratwerte, ist der vermehrte Einsatz von Düngemitteln in der Landwirtschaft. Diese gelangen über versickerndes Regenwasser in das Grundwasser. Weiterhin gilt Nitrat als ein Maß für die Stickstoffbelastung eines Grundwassers. Von Nitrat geht eine Gesundheitsgefahr aus, da es sich in das deutlich giftigere Nitrit umwandeln kann. Besonders für Säuglinge und Kleinkinder besteht ein hohes Risiko, da der Sauerstofftransport im Körper beeinträchtigt wird.

 

Nitrit (0,5 mg/l)

Das Salz Nitrit entsteht durch die chemische Reduktion von Nitrat. Hohe Nitrit-Konzentrationen weisen auf Verrottungs- oder Verwesungsherde im Boden (Müllhalden, Sickergruben, usw.) hin. Zudem kann Nitrit in verzinkten Stahlrohren der Trinkwasser-Installation gebildet werden. Das Risiko einer Vergiftung besteht insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder. Nitrosamine, die aus Nitrit und Amine entstehen, gelten als krebserregend.

 

pH-Wert (> 6,5 bis < 9,5 pH)

Der pH-Wert von unbelastetem Grundwasser sollte im neutralen bzw. sehr schwach sauren oder alkalischen Bereich liegen. Er spiegelt das Verhältnis der Basen und Säuren im Wasser wider. Die Skala zur Definition von Säuren und Basen reicht von 0 (sehr sauer) bis 14 (sehr basisch). Für den Körper ist es wichtig, ein gutes Säure-Basen-Gleichgewicht zu halten, daher ist der Konsum von sehr basischem Wasser nicht empfehlenswert. Dies kann zu einer erhöhten Magensäureproduktion führen und wirkt sich auf das allgemeine Wohlbefinden aus.

 

Selen (0,01 mg/l)

Das Element Selen ist ein graues Chalkogen, das unter anderem bei der Kupfergewinnung entsteht. Es wird beispielsweise für die Herstellung von Trinkwasser-Installationen und als Nährstoff in Düngemitteln verwendet. Dies sind gleichzeitig die häufigsten Ursachen für eine zu hohe Selen-Konzentration im Trinkwasser. Beim Menschen fungiert Selen als Spurenelement, das die Schilddrüsenfunktion unterstützt. Die Aufnahme stark belasteten Wassers mit Selen, kann zu Entzündungen der Atemwege und Verdauungsorgane führen.

 

Sulfat (250 mg/l)

Sulfat ist eine Schwefelverbindung und gehört zu den natürlichen Bestandteilen des Wassers. Hohe Konzentrationen sind vor allem in Regionen mit gipshaltigem Gestein oder in Kohleabbaugebieten zu beobachten. Ein hoher Sulfat-Gehalt kann dem Wasser zudem einen bitteren Geschmack verleihen. Für den menschlichen Organismus ist Sulfat lebensnotwendig. Es ist am Aufbau von Proteinen und von Knorpelsubstanz beteiligt. Eine Überdosierung wirkt in der Regel abführend, sodass keine große Gesundheitsgefahr von Sulfat ausgeht.

 

Uran (0,01 mg/l)

Das Schwermetall Uran ist ein radioaktives Element, das unter anderem als Teil von Phosphatdünger eingesetzt wird. In das Trinkwasser gelangt Uran überwiegend, wenn das Grundwasser durch belastete Gesteinsschichten fließt. Uran kann bei erhöhter und dauerhafter Aufnahme zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen, wie die Schädigung der Nieren, führen. Für Säuglinge und Kleinkinder besteht ein besonders hohes Risiko, da sie viel empfindlicher auf das Schwermetall reagieren.

 

Zink (kein Grenzwert)

Zink ist ein natürliches Spurenelement und in jedem Gewässer vorhanden. Es wird häufig als Korrosionsschutz für Rohrleitungen verwendet, welcher sich insbesondere bei einem hohen Kohlensäuregehalt ins Trinkwasser löst. Sehr hohe Zink-Konzentrationen führen zu akuter Übelkeit, Fieber und Durchfall, sind aber im Trinkwasser in der Regel nicht zu befürchten.