Legionellen sind Bakterien, die sich bevorzugt in Warmwasserleitungssystemen bei ca. 25 °C bis 50 °C ansiedeln und z. B. über die Dusche, die Klimaanlage oder den Whirlpool die Atemwege befallen können. Eine effektive Abtötung der Keime lässt sich erst durch Wassertemperaturen ab 70 °C erreichen.
Allgemein gilt, dass die beste Legionellen-Prophylaxe ein regelmäßiger Wasseraustausch ist. Hierzu heißt es im technischen Regelwerk, dass das Wasser in der Regel alle 72 Stunden, mindestens aber wöchentlich ausgetauscht werden soll. Nach längerer Standzeit sollten Sie ausgiebig spülen. Dazu können Sie im Wechsel das Kaltwasser und Warmwasser laufen lassen und dies mehrmals wiederholen. Achten Sie darauf, dass Sie den Wasserdampf nicht einatmen. Bei extrem hohen Befunden sollten Sie keine Spülungen vornehmen, da hier das Risiko einer Infektion steigt.

Für weitere Maßnahmen ist zu klären, ob Sie in einem Mietobjekt wohnen. Ihr Vermieter ist dafür verantwortlich Ihnen gute Wasserqualität zur Verfügung zu stellen und sollte die ermittelten Werte durch eine weitere sogenannte behördlich anerkannte systemische Untersuchung absichern lassen.

Wenn Sie selbst der Eigentümer sind, sollten die Temperaturen ausreichend warm eingestellt werden. Sofern die Möglichkeit besteht, sollte der Erwärmer auf 60 °C eingestellt werden. Bei niedrigeren Temperaturen steigt die Gefahr einer Legionellen-Kontamination. Ein Hochheizen der Anlage und weitere Maßnahmen sollten immer mit einem Sachverständigen abgestimmt werden, damit es nicht zu Schäden an der Hausinstallation kommt.

Es besteht weiterhin die Möglichkeit sogenannte Legionellen-Filter an den Stellen zu verbauen, an denen es zur Vernebelung von Trinkwasser kommt. Diese Maßnahme ist in der Regel lediglich bei extrem hohen Befunden notwendig.