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Fragen zum Prüfbericht/Untersuchungsergebnissen



Ist der Prüfbericht behördlich anerkannt?

Die Analysen werden mittels akkreditierten Methoden durchgeführt. Da Sie die Probe selbst entnommen haben, wird der Prüfbericht allerdings nicht von den Behörden anerkannt. Wenn Sie eine Untersuchung benötigen, die behördlich anerkannt wird, muss auch die Probennahme durch einen akkreditierten Probennehmer erfolgen.

Das Wassermanagement des ifp Institut für Produktqualität führt diese akkreditierte Probennahme im Großraum Berlin gern für Sie durch. Wenden Sie sich dazu bitte an die Fachabteilung für Wassermanagement unter der Telefonnummer: 030 747333-1174 oder -1063.

Wohnen Sie in einem anderen Bundesland, dann finden Sie die zugelassenen Untersuchungsstellen beim Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) aufgelistet. Über den untenstehenden Link, können Sie die zertifizierten Untersuchungsstellen je nach Bundesland auswählen:

https://www.berlin.de/lageso/gesundheit/gesundheitsschutz/trinkwasserhygiene/trinkwasseruntersuchungsstellen/

Ist mein Wasser auch zum Tränken meiner Tiere geeignet?

Wir beurteilen die Wasserproben nach der Trinkwasserverordnung die Aufschluss über die Qualität des Wassers für den menschlichen Gebrauch geben.

Wir empfehlen Ihnen daher, sich mit den Ergebnissen an einen Tierarzt Ihres Vertrauens zu wenden. Nachfolgend ein Link mit informativen Inhalten, die Ihnen bei dieser Frage helfen könnten:
https://www.bmel.de/DE/Tier/Tierernaehrung/_texte/OrientierungswerteLeitfaeden.html

Was kann ich bei einem erhöhten Legionellen-Ergebnis tun?

Legionellen sind Bakterien, die sich bevorzugt in Warmwasserleitungssystemen bei ca. 25 °C bis 50 °C ansiedeln und z. B. über die Dusche, die Klimaanlage oder den Whirlpool die Atemwege befallen können. Eine effektive Abtötung der Keime lässt sich erst durch Wassertemperaturen ab 70 °C erreichen.
Allgemein gilt, dass die beste Legionellen-Prophylaxe ein regelmäßiger Wasseraustausch ist. Hierzu heißt es im technischen Regelwerk, dass das Wasser in der Regel alle 72 Stunden, mindestens aber wöchentlich ausgetauscht werden soll. Nach längerer Standzeit sollten Sie ausgiebig spülen. Dazu können Sie im Wechsel das Kaltwasser und Warmwasser laufen lassen und dies mehrmals wiederholen. Achten Sie darauf, dass Sie den Wasserdampf nicht einatmen. Bei extrem hohen Befunden sollten Sie keine Spülungen vornehmen, da hier das Risiko einer Infektion steigt.

Für weitere Maßnahmen ist zu klären, ob Sie in einem Mietobjekt wohnen. Ihr Vermieter ist dafür verantwortlich Ihnen gute Wasserqualität zur Verfügung zu stellen und sollte die ermittelten Werte durch eine weitere sogenannte behördlich anerkannte systemische Untersuchung absichern lassen.

Wenn Sie selbst der Eigentümer sind, sollten die Temperaturen ausreichend warm eingestellt werden. Sofern die Möglichkeit besteht, sollte der Erwärmer auf 60 °C eingestellt werden. Bei niedrigeren Temperaturen steigt die Gefahr einer Legionellen-Kontamination. Ein Hochheizen der Anlage und weitere Maßnahmen sollten immer mit einem Sachverständigen abgestimmt werden, damit es nicht zu Schäden an der Hausinstallation kommt.

Es besteht weiterhin die Möglichkeit sogenannte Legionellen-Filter an den Stellen zu verbauen, an denen es zur Vernebelung von Trinkwasser kommt. Diese Maßnahme ist in der Regel lediglich bei extrem hohen Befunden notwendig.

Was bedeuten erhöhte Koloniezahlen (bei 22 °C und 36 °C)?

Die beiden Parameter Koloniezahl bei 22 °C und 36 °C sind Indikatorparameter. Der Parameter Koloniezahl bei 22 °C dient als Indikator für eine mögliche mikrobielle Kontamination der Wasserversorgung nach Aufbereitung bis zur Trinkwasserinstallation. Es ist ein Indikator für natürlich wassergebundene Keime. Erhöhte Koloniezahlen können auf Verunreinigungen des Trinkwassers nach der Aufbereitung und/oder im Verteilungssystem bis zur Trinkwasserinstallation hinweisen.

Der Parameter Koloniezahl bei 36 °C ist ein Indikator für die vom Warmblüter übertragenen Keime, zum Beispiel für Keime von Menschen oder Tieren und gibt den hygienischen Zustand des Wasserversorgungssystems wieder. Eine erhöhte Koloniezahl bei 36 °C kommt häufig nicht aus dem Verteilungsnetz, sondern wird durch eine Verunreinigung von außen verursacht. Hier kann es helfen den Perlator/Strahlregler der Entnahmestelle zu reinigen oder auszutauschen.

Da die Bebrütung bei zwei unterschiedlichen Temperaturen erfolgt, sind unterschiedliche Ergebnisse nicht ungewöhnlich. Eine erhöhte Konzentration der Koloniezahlen, auch oberhalb des Grenzwertes, ist nicht unmittelbar mit einer Gefährdung der menschlichen Gesundheit verbunden.

Link zur Nachuntersuchung der Gesamtkeimzahl (Koloniezahl bei 22 °C und 36 °C):
https://www.wasserschnelltest.de/wasseranalyse/gesamtkeimzahl-koloniezahl

Warum liegen die gemessenen Werte eine Zehnerpotenz unterhalb des Grenzwertes?

Die Angabe in der Ergebnisspalte im Prüfbericht liegt bei kleiner 1/10 des Grenzwertes, weil diese Sensitivität der Messmethoden durch die Trinkwasserverordnung gefordert wird.
Als professionelles Labor ist die Aussage "0" nicht zulässig. Daher geben wir das Ergebnis als kleiner der Bestimmungsgrenze an. Die Bestimmungsgrenze liegt bei Blei zum Beispiel bei 0,0010 mg/l, darum schreiben wir hier konkret „< 0,001 mg/l“.

Zur Erläuterung: Laborgeräte haben technische Grenzen. Unterhalb gewisser Mindestkonzentrationen ist keine verlässliche Messung mehr möglich. Diese Mindestkonzentration heißt "Bestimmungsgrenze". Das Ergebnis bedeutet also sinngemäß: Wir haben nichts gefunden, können aber nicht 100%ig ausschließen, dass unterhalb der von unseren Laborgeräten detektierbaren Mindestkonzentration nicht evtl. doch minimale Spuren vorhanden sind. Derartige Angaben sind in allen Laboren üblich, wenn es um die Messung chemischer Spurenstoffe geht.